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Alles andere

Probleme

Probleme sind das, was uns (bzw. mich) mithin an der ganzen Positivigkeit der Welt zweifeln lassen. Heutzutage habe ich gottseidank nicht mehr so viele (persönliche) und nicht mehr so wichtige davon.

  1. Meine Füße sind kalt.
  2. Meine Nase ist kalt.
  3. Ich bin mir unsicher, was ich mit meiner persönlichen Zukunft machen will und ob ich Erfolg damit haben werde.
  4. Ich habe sechs unglaublich wichtige Filme (noch) nicht gesehen.
  5. Ich habe unglaublich viele unglaublich wichtige Bücher nicht gelesen.
  6. Ich werde aller Wahrscheinlichkeit nach sterben, bevor ich genug (das heißt, ungefähr alle) Bücher gelesen habe.
  7. Ich schreibe zu wenig und zu ungern.
  8. Meine Hormone sind viel zu selten meiner Meinung.

Wenn ich so überlege, habe ich eigentlich nicht weniger Probleme als früher. Ich glaube (eigentlich will ich mich nicht in meinen Zustand von damals zurückversetzen, weil es meinem Hirn schaden könnte, deswegen kann ich mir da nie ganz sicher sein), meine Liste der Probleme zu meinen schlechtesten Zeiten sah so aus:

  1. Das Leben 

Da sieht man mal wieder, dass alles besser wird.

Abgesehen davon gibt es natürlich Leute mit Problemen, die viel schlimmer sind als sowohl meine gegenwärtigen als auch als meine vergangenen. Sie alle haben mein aufrichtiges, wenn auch nicht immer ganz bewusstes Welt.

 

 

Lingua Latina mortua est, vivat lingua Latina! 

21.9.08 23:26


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Die Zukunft

Die Zukunft ist so nah und doch so fern. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mindestens ebenso Science Fiction werden wird wie die Gegenwart oder die ferne, ferne Vergangenheit. Ich denke, wenn man die Zukunft schreiben will, muss man nur ein ganz klein wenig Phantasie haben und an alle Produkte, die einem so einfallen, ein kleines i vorne dran hängen muss. Außerdem kann man die zukünftige Mode selber erfinden, das ist schön, man muss also nicht mit wallenden Gewändern sparen...

Die persönliche Zukunft ist nicht ganz so erfreulich wie die der Welt, sie fängt mit Altern an und hört mit Tod auf, zumindest bei den meisten Leuten. Dazwischen ist entweder Planung oder Ungewissheit. Beides mag ich wirklich, wirklich überhaupt nicht. Natürlich kann sich die im allgemeinen erstmal als suspekt zu betrachtende Zukunft im Nachhinein erst als annehmbare Gegenwart und dann als glorreiche Vergangenheit herausstellen. Passiert sogar ziemlich oft. (Das belegt eine gewisse Doktrin, die "alles wird besser" besagt.)  

In meiner persönlichen Zukunft halten sich Planung und Ungewissheit im Gleichgewicht. Zum Beispiel ist geplant, dass sie viele, viele Bücher und ein paar Leute enthalten wird, schon weil ich ohne nicht auskomme. Es ist geplant, dass, was immer ich tue, ich immer nebenher schreiben und zeichnen werde - mindestens nebenher.

Eines ist sicher: Die Zukunft wird viele, viele Erinnerungen beinhalten. Ich bin bestrebt, es gute (und wenigstens ein bisschen originelle) Erinnerungen sein zu lassen.  Ich will meinen Verwandten ein bis zwei Generationen nach mir ja was zu erzählen haben. Ich kann ihnen ja schlecht erzählen, ich hätte im Zeitalter der Blogs und Homepages gelebt und selber nie eins von beiden gehabt, hm?

 

 

Alles wird besser! (Hatte ich das schon mal erwähnt?) 

16.9.08 22:59


Und was soll ich da sagen...?

Es mangelt mir an Formulierfähigkeit.

Ich war gerade dabei, meine Lobhudelei auf Tolkiens Hobbit zu schreiben, da klingelte das Telefon. Ich mag ja Telefone nicht. Aber ich ging ran. Wer war dran? Mein wohl bester Freund Blei. Ich habe seine Stimme kaum erkannt, ich hatte ihn nämlich noch nie weinen gehört. Ich denke, er mich auch noch nicht besonders oft, obwohl Weinen mal meine Hauptbeschäftigung war. Wir haben normalerweise eine recht enttränende Wirkung aufeinander. Also, mein Freund Blei ruft mich weinend an. Auch was neues. Sonst bringen seine Lebenskrisen (wegen Liebesdingen, meistens) ihn nicht in ein so derangiertes Stadium, oder zumindest kontaktiert er mich nicht dann, wenn er so offenkundig nicht verspöttelt werden will wie jetzt. 

Er: "Ich bin's."

Ich (in etwa): "Ja, was...?"

 Er: "Meine Mama hat Krebs."

Ich ringe nach Worten. Im Dickdarm. Meine Oma hat's überlebt, die Antonia auch. Das sage ich ihm. Er hat trotzdem Angst. Ja klar, was sonst? Er will reden, aber er will erst morgen reden, er will sich vorher ausweinen, ich ringe nach Worten. Er ist jetzt ein bisschen abgelenkt, er weint nicht mehr, er will morgen mehr abgelenkt werden, er will irgendwann mit mir Star Wars gucken. Oh Mann. Ich ringe nach Worten. Er ist schon dabei sich zu verabschieden, was soll ich sagen?

Was soll ich sagen?

Das Gespräch hat zwei Minuten vierzig Sekunden und ein paar Zerquetschte gedauert, steht auf dem Telefondisplay. Ruft er alle Leute an, die er kennt? Sucht er nach jemand Formulierfähigen, bis er schwarz wird? Denn so formulierfähig ist keiner, fürchte ich. Mein armer Freund. Seine arme Mutter natürlich auch. Der letzte Satz hört sich jetzt vielleicht wie eine Pointe an, soll aber keine sein.

Was soll ich sagen? Ich weiß nicht, ob ich ihn wirklich professionell ablenken kann, natürlich kann man auch jemandem perverse Witze erzählen, dessen Mutter Krebs hat, man kann das ja offensichtlich auch bei einer, deren Vater tot ist, aber schwieriger wird es dennoch. Und gemeinsam Star Wars gucken? Das erfordert eine sturmfreie Bude bei ihm, hier gibt es keinen Fernseher. Und wenn bei ihm sturmfrei ist, weil seine Eltern grade im Krankenhaus sind? Vielleicht gehe ich doch irgendwann allein oder mit Minus ins Kino... 

Was kann ich denn sagen? "Ich werde früher oder später eine gute Geschichte draus machen. Vielleicht den Teil von einem Roman." Was kann ich denn machen, außer sorgfältig Links in meine Hobbit-Rezension basteln und dann ein bisschen was drüber schreiben?

 

 

 Es gibt ein Leben vor dem Tod.

15.9.08 19:21


Liebe

Ich verliebe mich oft. Meistens in Protagonisten, Autoren oder ganze Bücher. Manchmal auch in Leute, mit denen ich schonmal geredet habe, aber das letzte Mal ist so lange her, dass ich mir langsam Sorgen um die Funktionstüchtigkeit meiner Hormone mache.

Allerdings gibt es eine Frau (sie existiert tatsächlich und ich kenne sie auch), zu der könnte ich sagen "Wäre ich die Person, mit der du ein äußerst zufriedenes und glückliches Leben führen könntest, wärst du die Person, mit der ich ein überaus glückliches und zufriedenes Leben führen könnte", wenn ich es könnte. Kann ich leider aber nicht. Außerdem bezweifle ich, dass ich die erwähnte Person bin. Schade.

Dann kommt es noch ziemlich häufig vor, dass ich feststelle, dass irgendwer enorm toll ist. Eigentlich immer, wenn ich jemanden kennenlerne. Das ist auch eine Art Liebe. Weil sie so ähnlich ist wie die zu Büchern, pflege ich solchen Leuten im Geiste das Kompliment zu machen "Du bist enorm gut geschrieben", was genau genommen ein Teil der "Die Welt ist ein Buch"-Metapher ist.

Möge die Macht mit euch sein.

11.9.08 23:40


Hypertext

Hypertext ist eine großartige Erfindung. Manche Leute sagen, er würde auf buchimistischen Theorien und Praktiken beruhen, aber ich finde, dass, wenn er so etwas hervorgebracht hat, der Buchimismus eine gute Sache ist. Wirklich.

Als Hypertext bezeichnet man Papier oder einen anderen Schreibuntergrund, in den man Dimensionslöcher eingebaut hat, die einen direkt zu anderen Stellen im Text führen. Man kann ihn dazu verwenden, um wirre Gedankengänge oder noch wirrere Wohnstollen oder eine Kombination aus beidem darzustellen. Andreas Eschbach hat zum Beispiel eine ganz tolle kurze Geschichte in Hypertext verfasst.

Auch diese Beschreibung meines Stollens verfasse ich so, aber jetzt, wo ich noch nicht viel geschrieben habe, habe ich erst einmal ganz viele Dimensionslöcher, die nirgendwo hinführen, aber ich werde mich bemühen, für jedes einen kurzen Text zu schreiben. Das ist wahrscheinlich eine ziemliche Sisyphusarbeit, weil ich überall ein Dimensionsloch einbaue, wo mir ein Begriff interessant erscheint. Aber egal.


Alles ist sinnlos.

10.9.08 21:57


Einleitung

Es gibt Leute, die fragen mich: "Cogi, wo wohnst du eigentlich?" Ich verdrehe darauf dann die Augen und sage: "Ich bin Gimpelin. Ich bin Nomadin. Ich wohne nirgends." Oder: "Manchmal in der süßen Wüste. Manchmal in einem Kaff in Yhôll. Manchmal auf Minus' Schiff. Manchmal in der Nachtschule." Manche Leute fragen auch so hartnäckig, dass sie irgendwann erfahren, dass ich irgendwo weit, weit oben in den Finsterbergen einen Wohnstollen habe, ein Zimmer, in dem ich meine Lieblingsbücher und ein paar andere Sachen aufhebe, einschließlich einiger Weltanschauungen und Gimp und so.

Zwei Gründe, warum dieses Zimmer außer mir noch niemand gesehen hat: Erstens muss man, um es zu erreichen, ein ganzes Stück weit senkrecht nach oben, was ohne Flügel ganz schwer zu bewerkstelligen ist, zweitens lasse ich nicht gerne Leute an den einzigen meiner Wohnräume, der ganz allein mir gehört. Auch in Zukunft werde ich niemanden dort hineinlassen. Dafür werde ich jetzt aber eine Art Broschüre anlegen, in der der Inhalt dieses meines Stollens beschrieben ist. Ich werde sie jedem in die Hand drücken, der fragt, wo ich wohne, und falls jemand eines von meinen Büchern haben will, muss er es nicht klauen, sondern kann mich fragen, dann leih ich's ihm. Oder auch nicht.

Weil es ein recht unsortierter Ort ist, werde ich die Broschüre in Hypertext abfassen.


Leuchtende Wesen sind wir - nicht nur dumpfe Materie.

10.9.08 20:03





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