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Bücher

Der kleine Hobbit

Ich habe ja relativ ausführlich über meine Heimat geredet, aber unerwähnt dabei blieb, dass auch ich als Nomadin, die eigentlich überall zu Hause ist, manchmal Heimweh kreige. Was mich davon kuriert, ist aber nicht wirklich ein Ort, sondern ein ziemlich zerfleddertes dünnes Taschenbüchlein mit einem merkwürdig gefärbten, schmetterlingsflügligen, grimassierenden Drachen vorne drauf. Der Name des Drachen ist Smaug. Der Name des Buches ist "Der kleine Hobbit".

Obwohl es an sich eine lange Reise beschreibt, ist es doch jedes Mal, wenn ich es neu aufschlage, wieder lese, ist jede vertraute Zeile einer langen Reise Ziel. Ich kenne das Buch - wie so viele Bücher - in- und auswendig. Ich denke, Minus hat es mir zum ersten Mal vorgelesen, als ich acht oder neun war, auf jeden Fall irgendwie zu jung für den Herrn der Ringe. Danach focht ich eine Weile lang mit Luftschwertern und Stockschwertern und was nicht alles. Vielleicht war es das erste Buch, in das ich mich verliebte und für das ich eine Obsession entwickelte, vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall hält die Liebe bis heute an, obwohl es jetzt eine alte und ruhige Liebe geworden ist.

Das selbe fühle ich allerdings für viele andere Bücher auch. Die allerdings können mein Heimweh nicht heilen, schon gar nicht immer wieder, wann immer ich es brauche. Der Hobbit ist mir nicht nur nach wohl etwa zehnmaligem Lesen unendlich vertraut, sondern von sich aus auch sehr heimelig. Er beschreibt Momente, die einem das Herz wärmen, ein Abendessen im Auenland, die Freude über unverhofft versteinerte Trolle, aufgenommen werden in Bruchtal, bei Beorn, in Esgaroth auf dem langen See, und irgendetwas in Tolkiens Stil überträgt diese Wärme auch auf regennasse, ungemütliche oder dunkle und hungrige Wanderungen, auf auswegloseste Situationen und all das, was Bilbo Beutlin, den kleinen Hobbit, immer wieder dazu bewegt, sich nach Hause zu wünschen.

Und wenn er dann wieder zu Hause ist, wenn das Buch zu Ende ist und die Sehnsucht in meinem Herzen längst vertrieben, muss ich natürlich den Herrn der Ringe lesen, weil der nun einmal dazugehört und weil er auch zu den absolut fantastischen Büchern zählt.

Eine Seele ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Raum.

15.9.08 18:46


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